Es gibt in der deutschen Bundesliga derzeit wohl kein anderes Team, in welchem eine solche Unruhe herrscht wie beim Hamburger SV. Grund dafür sind nun nicht anhaltende Wechsel- und Transfergerüchte, sondern vielmehr das der Vorstand in der letzten Woche dafür sorgte, dass Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer seinen Posten quitieren musste. Sicherlich mag der ein oder andere nun denken, ist auch kein Wunder, da der HSV zum Ende der Saison seine drei möglichen Titelchancen ja verspielte. Doch genau dies stellt eben auch die Frage auf, ob denn eine gute Saison nicht zählt, denn schließlich wurde man Fünfter in der Liga und im DFB Pokal und auch im UEFA Cup stand man im Halbfinale, und das sind nun einmal Ergebnisse die sich sicherlich andere Teams in der letzten Saison mehr als nut gewünscht hätten. Auffällig ist dazu, dass eben der HSV seit Beiersdorfer dabei war immer gut ausgesehen hat, auch wenn Leistungsträge im Grunde genommen in jedem Jahr wieder gegangen sind. Besonders bitte ist nun der Zeitpunkt. Der HSV mit seinem neuen Trainer Bruno Labbadia wollte nun ja einmal groß einkaufen gehen, doch wer soll nun eben einmal diese Aufgabe übernehmen und ausführen wenn derjenige, der die Kontakte hat gehen musste.

Man darf gespannt sein, wie hierbei der Machtkampf weitergeht, denn der starke Mann ist nun Hoffmann und der ist bekanntlich eher auf Zahlen fixiert als ein anerkannter Fussballfachmann. Zudem werden sich nun auch begehrte Spieler überlegen ob sie beim HSV bleiben sollen, denn ohne Neuverpflichtungen wird es kommendes Jahr schwer werden, die Erfolge der Vergangenheit wiederholen zu können.